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Dermatologie - Allergologie - Venerologie - Lasertherapie |
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Neurodermitis |
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Kennzeichnend für die Neurodermitis sind schubweise auftretende, stark juckende entzündliche Hautveränderungen. Die Krankheit tritt meist in der frühen Kindheit auf. Bereits im Säuglingsalter kann der Juckreiz zu Schlaflosigkeit, Unruhe und heftigen Kratzattacken führen. Das Kratzen verschlimmert den Hautzustand noch weiter. Wer in diesem Teufelskreis aus Jucken und Kratzen gefangen ist, wird leicht unkonzentriert und unzufrieden. Dadurch entsteht psychischer Stress, der sich zusätzlich negativ auf den Krankheitsverlauf auswirkt. Bei etwa zwei Drittel der Kinder verschwindet die Neurodermitis innerhalb der ersten drei Lebensjahre wieder, bei anderen in der Pubertät oder später. Ein Neurodermitisschub kann ausgelöst werden durch Infektionen der Haut durch Viren oder Bakterien, Tabakrauch, Austrocknung der Haut durch falsche Körperpflege, psychische Belastungen oder auch Hausstaubmilben, Pollen oder Schimmelpilze. Auch Nahrungsmittelallergene können zu einer Verschlechterung des atopischen Ekzems beitragen, zumal Nahrungsmittelallergien bei Neurodermitikern häufiger sind als in der übrigen Bevölkerung. Meist wirken mehrere Umweltfaktoren zusammen, so dass die Suche nach den auslösenden Faktoren langwierig und kompliziert sein kann. Zusätzlich zu dieser Suche sind eine medikamentöse Therapie und begleitende Maßnahmen sinnvoll, um die Krankheit in den Griff zu bekommen. Vorbeugung und Behandlung: Die Haut von Neurodermitikern ist besonders trocken. Ausgetrocknete Haut führt zu Juckreiz, sie entzündet sich leichter und ist empfindlicher gegenüber Umweltreizen. Deshalb sollte auch in beschwerdefreien Zeiten auf eine feuchtigkeitsregulierende Haupflege geachtet werden (Fettsalben, Lotionen, Ölbäder und Harnstoffsalben). Klimatherapien in Regionen mit Reizklima (Nordsee, Hochgebirge) oder Meerwasserbehandlungen (z.B. Ölbäder, Lotionen, Salben) können zur Linderung der Symptome hilfreich sein. UV-Bestrahlung: Sonne oder eine gezielte Bestrahlung mit ultravioletter Strahlung (UV-A, UV-A-1, UV-B, UV-B 311nm) kann sich wohltuend auf die strapazierte Haut von Neurodermitikern auswirken. Bei Kindern und lichtempfindlichen Menschen ist die UV-Bestrahlung jedoch wegen eines möglicherweise erhöhten Hautkrebsrisikos nur begrenzt einsetzbar. Antihistaminika: Antihistaminika lindern den Juckreiz bei Neurodermitis. Sie blockieren die Wirkung des aus den Mastzellen freigesetzten Histamins, das an der Juckreizentstehung beteiligt ist. Neuere Antihistaminika wirken zusätzlich entzündungshemmend und tragen so dazu bei, andere Medikamente wie Cortisoncremes und -salben zu reduzieren. Ältere Antihistaminika eignen sich aufgrund ihrer ermüdenden Nebenwirkung nur zur Juckreizlinderung in der Nacht. Cortison, Bufexamac: Cortisonsalben werden bei akuten Neurodermitisschüben wegen ihrer stark entzündungshemmenden Wirkung eingesetzt. Cortisol ist ein körpereigenes Hormon, das vielfältige regulative Funktionen im Stoffwechsel und im Immunsystem übernimmt. Die neuere Generation der Cortisonsalben ist besonders hautverträglich. Der Wirkstoff dringt schnell in die Haut ein. Aber erst in der entzündenden Hautschicht entsteht durch biochemische Umwandlung die wirksame Form des Cortisons. Nach Entfaltung der Wirkung wird das Cortison schnell wieder inaktiviert, so dass bei kurzfristiger und sachgemäßer Anwendung keine Nebenwirkungen zu erwarten sind. Auf innerliche Cortisonbehandlung sollte vor allem bei Kindern unter sechs Jahren möglichst verzichtet werden, da Cortison unter anderem zu Wachstumsstörungen führen kann. Eine Alternative zur Cortisonbehandlung bietet das schwächer wirkende Bufexamac, das ebenfalls den Juckreiz lindert und Entzündungen hemmt. Antibiotika: Vor allem an Kratzverletzungen kommt es leicht zu begleitenden bakteriellen Infektion der Haut. Durch eine kurzfristige Behandlung mit Antibiotika wird die Infektion schnell bekämpft. Immunsuppressiva: Der Wirkstoff Pimecrolimus oder Tacrolimus wird in der Transplantationsmedizin zur Hemmung des Immunsystems eingesetzt. In ihrer therapeutischen Wirkung bei Neurodermitis ist Pimecrolimus- oder Tacrolimussalbe vergleichbar mit den ebenfalls stark entzündungshemmenden Cortisonsalben. Anders als Cortisonsalben führen diese Salben jedoch auch bei längerer Anwendung zu keiner Hautverdünnung. Die Pimecrolimus-oder Tacrolimussalbe muss vom Arzt verschrieben werden und ist in internationalen Apotheken erhältlich. Quelle: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V. - Broschüre: Allergien |
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Dr. med. Werner Grimm · Emsterstrasse 91 - 58093 Hagen · Tel.: 0 23 31 / 9517 - 0 · Fax: 0 23 31 / 9517 - 32 · Impressum |