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Venenleiden

Unser Blut versorgt Zellen, Muskeln und Organe über die Arterien mit Nährstoffen.
Über die Venen wird das mit Abfallstoffen beladene Blut zum Herzen und zu den Entgiftungsstationen im Körper geleitet. Nur wenn dieser Kreislauf ausreichend funktioniert, kann der Mensch leben und gesund bleiben.

Beim Sitzen, Stehen und Gehen muss das Blut in den Bein-Venen "bergauf" fließen. Dieses Transportproblem wird von gesunden Venen mit Unterstützung der Wadenmuskelpumpe spielend bewältigt. Bei kranken Venen kommt es jedoch zur Stauung in den Beinen:
  • Die Venen werden schlaff und weiten sich aus
  • dadurch schließen die Venenklappen nicht mehr richtig
  • das verbrauchte Blut kann nicht mehr ausreichend abtransportiert werden und staut sich in den Venen
Dadurch werden auch darunter liegende Gefäßabschnitte ausgeweitet und noch mehr Venenklappen funktionsuntüchtig. Die überdehnten Gefäße des oberflächlichen Venensystems werden als Krampfadern sichtbar. Die tiefen Venen äußern sich durch Schmerzen, Schwellungen, Kribbeln und Schweregefühl in den Beinen.

Mögliche Ursachen sind:
  • vererbte Bindegewebe-Schwäche
  • Bewegungsmangel, vorwiegend sitzende oder stehende Tätigkeit
  • Übergewicht
  • Empfängnisverhütung ("Pille")
  • Schwangerschaft
  • Schuhe mit hohen Absätzen
  • einengende Kleidung (z.B.: hautenge Jeans)

Die häufigsten Venenprobleme

Geschwollene Beine
Wenn die Venen erschlaffen, können sich die Venenklappen nicht mehr richtig schließen und verlieren ihre Ventilfunktion. Das Blut staut sich zurück in tieferliegende Venenabschnitte bis zu den kleinen Gewebsadern, wo zuviel Flüssigkeit in das Gewebe abgepresst wird. Mit den großen Flüssigkeitsmengen, die sich bei einer Venenschwäche im Gewebe ansammeln, wird das Lymphsystem aber nicht mehr fertig. Der Ausdruck "Wasser in den Beinen" beschreibt die Situation also recht treffend - nur ist es natürlich nicht Wasser, was die Beine so schwer macht, sondern Gewebeflüssigkeit.

Krampfadern und Besenreiser
Durch häufige Blutstauungen werden die Venen allmählich ausgeweitet. Sie verformen sich schließlich zu Krampfadern oder Krummvenen mit Aussackungen und Schlängelungen. Krampfadern sind ein sehr weit verbreitetes Problem in Mitteleuropa. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer, weil sich Krampfadern oft während einer Schwangerschaft entwickeln.
Sichtbar sind Krampfadern nur, wenn sie unter der Haut, d.h. im oberflächlichen Venensystem, auftreten. Die bläulichen, knotigen Venenstränge können sich einzeln entwickeln, Verzweigungen bilden oder sich auch netzartig über das ganze Bein ziehen.

Venenentzündung
Eine Venenentzündung kann sehr schmerzhaft sein. Die betroffene Region schwillt an, rötet und verhärtet sich. Sie reagiert sehr empfindlich auf Berührungen. In der Regel bleibt eine Venenentzündung auf ein enges Gebiet beschränkt. Sie treten häufig in Krampfadern auf.

Venenthrombose
Von einer Venenthrombose spricht man, wenn sich an der Wand einer tiefliegenden Vene ein Blutgerinnsel gebildet hat. Ein solcher Thrombus verstopft die Vene von innen und behindert den Blutfluss. Früher oder später kommt es zu Schmerzen, Schwellungen und Spannungsgefühlen im betroffenen Bein.

Offene Beine
In seltenen Fällen kann eine Venenschwäche auch zu einem offenen Bein führen. Der Hautdefekt ist eine Folge des ständigen Blutstaus in den Beinvenen und der damit zusammenhängenden mangelhaften Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen.
Die ersten Anzeichen sind Farbveränderungen der Haut. Sie bekommt einen bräunlichen Ton und verhärtet sich. Je nach Lage kann das offene Bein auch Schmerzen bereiten.

Venenprobleme lassen sich allerdings auch besonders gut vorbeugen. Wir bieten ausführliche Beratungsgespräche darüber an. Für einen Termin rufen Sie bitte an.

Schwerpunkte unserer Diagnostik und Behandlung sind:
  • Ultraschalldiagnostik zur frühzeitigen Erkennung einer Venenschwäche
  • Sklerosierung (Verödung) von Krampfadern und Besenreiservenen
  • Behandlung von venös bedingten Beingeschwüren


Dr. med. Werner Grimm · Emsterstrasse 91 - 58093 Hagen · Tel.: 0 23 31 / 9517 - 0 · Fax: 0 23 31 / 9517 - 32 · Impressum